Was war los in Spiesheim

Dorfleben

Energiewende – Motorsägen – Renditesteigerung – willkommen im wilden Spiesheimer Westen

Aktuelles Photovoltaik Renditeopfer

Renditeopfer


Es ist schon ein wenig wie im Wilden Westen hier in Spiesheim. Zumindestens kommt es mir so vor. Aber vielleichteher der Reihe nach.
Kurz vor ablauf der 29 Ct Subventionierung für private Photovoltaikanlagen im Oktober 2012 bekommen wir ein Schreiben unserer Vermieter mit der Aufforderunge die Energiewende zu unterstützen indem wir uns damit einverstanden erklären extrem kurzfristig solch eine Anlage auf dem Dach des gemieteten Hauses aufbauen zu lassen. Ich habe den Brief kaum aus dem Briefkasten geholt schon erhalte ich den nachgeordneten Anruf der vermieter und nur ein paar Stunden später steht ein Elektriker vor der Tür und will Termine für den Aufbau ausmachen. Na gut, ist ja für eine scheinbar erstmal sinnvolle Sache denke ich da noch und willige ein wohl wissend das es nicht um die Energiewende ansich sondern die 29 Ct Förderung geht die zwei Wochen später gekürzt werden. So lange hat es dann auch in etwa gedauert bis das Dach vollflächig mit Photovoltaikmodulen eingedeckt ist. Der Elektriker verkündet freundlich das er dann noch eine riesen Kiste namens Wechselrichter und einen weiteren Zählerkasten in den Keller bauen muss. Die Info kommt spät – aber ok es ist ja für eine gute Sache….
Nun produziert also auch unser Dach Strom und wir sind Teil der Energiewende weg von Atomkraft hin zu erneuerbaren Energien. Kurze Zeit später erfolgt ein Abnahmetermin mit dem energieversorger, Vermieter und Elektriker. Alles scheint soweit ok und alle Beteiligten gehen ihren Weg.
Ein paar Tage nach dieser Abnahme, die Rolläden sind schon geschlossen, komme ich nach Hause und finde meine Kinder total aufgeregt vor. Alle wollen mir zur gleichen Zeit berichten das nachmittags ein Spiesheimer “Dorfcowboy” in unserem Garten mit seiner Motorsäge aufgetaucht ist und aus einem ca. 15 Meter hohen Lebensbaum im Garten ein 6 Meter hohen Baumkrüppel gemacht hat. Zitat meines weinenden Sohns:” Papa, der Herr M. ist einfach mit einem anderen Typ in unserem Garten gewesen und hat unseren Kletterbaum abgesägt – warum darf der das” ?
Tja darf er ja gar nicht und noch besser kein Mensch hat uns bescheidgesagt das so etwas geplant ist. Aber so ist das im Dorf scheinbar, da zählt das Recht der Motorsägenbesitzer und seiner Verbündeten und nicht das mietvertraglich vereinbarte vollumfängliche Nutzungsrecht des Gartengrundstücks.
Auch hier gibt es zu diesem Baum wie sich nach kurzer Recherche rausstellte eine lange Vorgeschichte. So haben unsere Hausbesitzer sich mit dem Nachbarn schon einige Jahre nicht über diesen Baum einigen können und im Rahmen dieser Auseinandersetzung sogar von der obersten Forstbhörde in Mainz Unterlagen ins Feld geführt die es nicht gestatten den Baum zu entfernen. So durfte er stehen bleiben solange es im Interesse der Hausbesitzer war uns seinen Sichtschutz gewährleistete. Die sehr starke Verschattung des Nachbarfensters war da egal.
Ich schreibe also einen Brief um meinem Ärger Luft zu machen und die Sache zu klären. Noch bevor der Brief im Briefkasten ist kommt der Anruf der Vermieterin die sich auf die Professionallität des Baumfällkommandos beruft und ins Feld führt das der Baum eh hätte abgesägt werden sollen und sie uns davon noch “rechtzeitig hätten in Kenntnis setzen wollen”. Aha denk ich mir – wir bezahlen die Miete und finanzieren den Grunderwerb müssen aber damit leben das der Vermieter seine Interessen vollumfänglich durchsetzt. Ein Anruf beim Rechtschutz klärt es ist nicht zulässig einfach so den Baum zu fällen wie hier geschehen. Schade das man das nun nicht mehr rückgängig machen kann denn einen abgesägten Baum kann man nicht wieder ankleben.
Für mich ist dies ein klassisches Beispiel wie heute vielfach gedacht und gehandelt wird. Der Baum hätte in der Mittagssonne für ein paar Stunden einige der Photovoltaik Module verschattet und das darf im Sinne der Gewinnmaximierung nicht sein, also wird er – obgleich man vorher gegen den Nachbarn für den Baum gekämpft hat – einfach abgesägt. Der Krüppelkadaver bleibt aber im eigengen Sichtschutzinteresse stehen und verschattet weiterhin das Fenster der Nachbarn. Bleibt noch abschliessend zu bemerken das wir von dem erzeugten Strom kein bisschen nutzen können da er nur ins öffentliche Netz eingespeist wird. So zahlen wir dann die Subventionen mit unseren Steuergeldern und Strompreisaufschlägen und haben keinen Nutzen davon.
Willkommen im modernen Wilden Westen – Spiesheim!

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Ballakrobaten

Ballalarm!

Die Bambinis, Spiesheims Fussbalhoffnung der Zukunft trainieren auch im Winter wieder erfolgreich in der Sängerhalle. Theresa Baedke, die dankenswerter weise als kompetente Trainerin die Kids zwischen 4 und 6 Jahren wöchentlich an den Ball heranführt leistet dabei nicht nur sportlich tolle Arbeit für die kleinsten Fussballmannschaft Spiesheims! Als Erfolg des Konzepts muß die Mischung der Manschaft gesehen werden das Mädchen und Jungs gleichermassen an den Sport heranführt – kein Wunder Theresa ist sehr aktiv im Damen Fussball engagiert. An dieser stelle möchte ich mich für dieses Engagement und vor allem für die Gedult mit den Eltern besonders bedanken ;-) !

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Bilder für das Kerbebuch

Hier ist eine Meinung gefragt

Welches Bild vom 69er Kerbejahrgang soll 2009 ins Kerbebuch kommen ? Hier steht eine vorselektierte Auswahl von über 90 geschossenen Bildern bereits bearbeitet zur Auswahl.

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